Der erste Schritt in die Selbstständigkeit beginnt mit dem Businessplan. Dieser bewegt den Existenzgründer dazu, sich über alle Aspekte des Unternehmens klar zu werden; zum Beispiel Startkapital, Werbung, Konkurrenten, usw. Zugegeben – wird kein Geldgeber benötigt, gibt es auch keine Fragen nach einem Businessplan. Doch ist es nichtsdestotrotz ratsam einen Plan anzufertigen. Er zwingt ein konkretes Nachdenken über das Vorhaben und vermeidet somit Fehler.
Die örtliche Industrie und Handelskammer (IHK) ist ein sehr guter erster Kontakt. Dort werden häufig kostenfreie Seminare für „Start-Ups“ angeboten. Termine mit Beratern speziell für Existenzgründer können kostenlos vereinbart werden.
Vergessen sollte man keinesfalls die Sozialversicherungen. Krankenversicherung ist Pflicht. Privat oder gesetzlich, das ist die Frage. Alle Optionen sind möglichst schon im Vorfeld gut abzuwägen und man sollte keine Berührungsängste haben, sich viele Angebote zukommen zu lassen. Auch an Altersvorsorge, Arbeitslosenversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung sollte gedacht werden.
Wird Fremdkapital benötigt, gibt es unzählige Möglichkeiten. Fragen bei der Arbeitsagentur, ob Fördermöglichkeiten bestehen, kostet nichts. Die Hausbank sollte ebenfalls mit ins Boot geholt werden, jedoch gilt auch hier: alternative Angebote einholen.
Sind nun alle Unklarheiten beseitigt, dann steht ein Besuch bei der örtlichen Verwaltungsbehörde an, das heißt in den meisten Fällen das Rathaus oder die Stadtverwaltung. Das Ordnungsamt ist zuständig für Gewerbeanmeldungen. Es gilt einen simplen Fragebogen für Existenzgründer im Gewerbe auszufüllen, welcher je nach Stadt zwischen 20 und 60 Euro veranschlagen wird. Es erfolgt automatische eine Mittelung an das Finanzamt. Aber aufgepasst: Freiberufler hingegen, das heißt beratende Berufe, Journalisten, Autoren usw., brauchen bloß dem Finanzamt Bescheid zu geben.
Ablauf der Existenzgründung